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Ohrakupunktur

Was ist Ohrakupunktur und wie wirkt sie?

Ohrakupunktur ist eine Form der traditionellen Akupunktur. Der Körper wird durch diese Reflexzonentherapie in die Lage versetzt, eigenständig krankhafte Störungen zu regulieren.

Die Ohroberfläche bildet eine Reflexzone, auf der alle Organe des Körpers abgebildet sind. Die Untersuchung der Ohrreflexzonen erlaubt eine genaue Aussage darüber, wo Schmerzen bestehen und welche Organe des Körpers bei unklaren Beschwerden betroffen sind. Außerdem kann man weitere Störungen im Körper ausfindig machen, die einen Heilungsprozess verzögern oder sogar ganz verhindern können.
Da dies eine ganzheitliche Therapie ist, geht es nicht nur um ein Symptom, sondern um alle vielschichtigen Umstände die zu diesem Symptomkomplex geführt haben, somit wird neben der körperlichen genauso die seelische und geistige Ebene eines Menschen in der Therapie berücksichtigt.

Wie erfolgt die Untersuchung und die Behandlung?

Die Untersuchung des Ohres erfolgt durch die Messung von Spannungsdifferenzen an der Ohroberfläche. Dabei werden die einzelnen Punkte der Organe auf elektrische Veränderungen geprüft. Die Ohrmuschel ist sozusagen ein körpereigenes Diagnosezentrum, weil die aufzufindenden Punkte im Ohr nur dann nachweisbar werden, wenn an der fraglichen Stelle im Körper auch tatsächlich eine Störung vorliegt. Ist also z.B. der Leberpunkt elektrisch verändert, dann bedeutet dies eine Störung im Bereich der Leber, liegt keine Störung am Organ vor, so ist auch kein entsprechender Punkt am Ohr zu finden.

Die Behandlung erfolgt durch das Stechen von Nadeln in die notwendigen Punkte am Ohr, dadurch wird am betroffenen Organ im Körper ein therapeutischer Effekt ausgelöst.. Erkrankungen und Störungen im Körper können so abgeschwächt oder beseitigt werden.
Manche Menschen empfinden den Gedanken unangenehm, dass Nadeln in ihre Haut eingebracht werden. Die von mir verwendeten Akupunkturnadeln werden nur einmalig benutzt, sie sind hauchdünn und dringen nur ca.1 mm in die Hautoberfläche ein. Der geringe Schmerz beim Einstich einer Nadel ist vergleichsweise deutlich schwächer als bei Injektionen.
Die Reizwirkung kann alternativ auch durch eine Nervenpunkt- Spezialmassage, der Akkupressur, erreicht werden.

Alle Reize oder Signale, die durch Ohrakupunktur ausgelöst werden, gelangen über das Zwischenhirn zu den jeweiligen Körperteilen die diese Kommandos geben. Aufgrund des kurzen Reflexweges zwischen der Ohrmuschel und den Schmerzzentren des Gehirns ist die Ohrakupunktur nach Ansicht chinesischer, russischer und deutscher Forscher besonders wirksam bei Schmerzzuständen.

Wie oft muss ich behandelt werden?

Für eine vollständige Therapie benötigt man üblicherweise vier oder fünf Behandlungen, die im Abstand von 1 bis 3 Wochen erfolgen sollten. Die Häufigkeit der Behandlung kann je nach vorliegendem individuellem Befund aber auch nach oben oder unten abweichen.
Manche Menschen empfinden nach der Akupunktur sofort Erleichterung, andere brauchen Tage dazu.
Es gibt Patienten, die bemerken so etwas wie eine schwebende Leichtigkeit nach einer Behandlung, fast alle fühlen sich danach sehr entspannt.

Worauf Sie noch achten sollten!

Akupunktur bewirkt eine Aktivierung der körpereigenen Regulationsmechanismen, damit verbunden ist eine Veränderung im Stoffwechselsystem, die zur Gesundung des Körpers führt. Bitte beachten Sie, dass sich dadurch die Wirkung auf Arzneimittel verändern kann.
Wenn Sie Schmerz- oder Suchtmittel sowie Psychopharmaka regelmäßig einnehmen, konsultieren Sie bitte Ihren behandelnden Arzt vor Beginn der Ohrakupunktur, da durch die Akupunktur eine Wirkungsverstärkung bzw. eine Veränderung der Wirksamkeit dieser Medikamente möglich ist. Gegebenenfalls ergibt sich eine Reduzierung Ihrer Medikamente wenn der Körper diese nach der Ohrakupunktur nicht mehr benötigt.
Um eine optimale Wirkung für ein optimales Akupunkturergebnis zu erreichen, empfiehlt sich die Therapie nüchtern durchzuführen.

Anwendungsgebiete

Ohrakupunktur kann bei allen akuten und chronischen Krankheiten sowie bei sämtlichen Schmerzzuständen wesentliche therapeutische Effekte erzielen, z.B. bei

  • Migräne
  • Kopfschmerz
  • Schlafstörungen
  • Abwehrschwäche
  • Rücken- und Wirbelsäulenbeschwerden
  • Allergien
  • Anspannungszustände
  • Zahnbeschwerden
  • Entzündungsgeschehen